Ankauf in Hamburg · Uhlenhorst

Bernstein Ankauf Hamburg – Schmuck, Inklusen und Sammlungen

Ein Collier aus dem Nachlass der Großmutter, eine Schale voll Rohbernstein von der Ostsee oder eine über Jahre zusammengetragene Sammlung: Wir prüfen Sorte, Fassung und Echtheit und sagen Ihnen, was Ihr Stück wert ist. Kostenlos und ohne Verpflichtung.

Ladengeschäft

Papenhuder Straße 42
22087 Hamburg

Ohne Termin

Mo–Fr 10–18 Uhr
Sa 10–16 Uhr

Sorten, Herkunft und Fassungen

Woran sich guter Bernstein erkennen lässt

Bernstein trägt keine Marke wie eine Uhr. An seine Stelle treten Sorte, Fundgebiet und die Werkstatt, die ihn gefasst hat – und genau danach unterscheidet der Markt. Diese Bereiche kaufen wir unter anderem an:

Baltischer Bernstein

Succinit aus dem Samland, 40 bis 50 Millionen Jahre alt. Der weitaus größte Teil dessen, was in norddeutschen Schränken liegt.

Farbsorten

Honig, Cognac, Butterscotch und weißer Knochen­bernstein. Die undurch­sichtigen hellen Töne sind derzeit am gesuchtesten.

Inklusen

Insekten, Spinnen und Pflanzen­teile im Stein. Bestimm­barkeit und Vollständigkeit entscheiden, nicht die Größe.

Ostpreußische Manu­faktur

Arbeiten der Staatlichen Bernstein-Manufaktur Königsberg und aus Palmnicken, häufig gestempelt.

Dänische und deutsche Fassungen

N. E. From, Hermann Siersbøl und Ostsee­schmuck vom Fischland. Meist 835er oder 925er Silber, oft gepunzt.

Schnitz­arbeiten

Figuren, Dosen, Reliefs und Rosen­kränze. Handarbeit zeigt sich an unregel­mäßigen Schnitt­kanten.

Steht Ihre Sorte nicht dabei? Das heißt nichts. Die meisten Erbstücke tragen weder Punze noch Etikett, und trotzdem lässt sich fast immer sagen, woher sie stammen. Schicken Sie uns Fotos, gern eines gegen das Licht.

Von A bis Z

Bernsteinsorten, Fundgebiete und Werkstätten von A bis Z

Diese Begriffe begegnen uns am häufigsten – Sorten, Fundgebiete, Manufakturen und Fachausdrücke. Suchen Sie den Anfangsbuchstaben, oder fragen Sie uns einfach.

A

  • Ambroid

B

  • Baltischer Bernstein
  • Bitterfelder Bernstein
  • Burmit
  • Butterscotch

C

  • Cabochon
  • Cognacbernstein

D

  • Dominikanischer Bernstein
  • Dragsted

E

  • Eierschale

F

  • Fischland
  • From, N. E.

G

  • Gedanit
  • Glessit

H

  • Honigbernstein

I

  • Inklusen

K

  • Kaliningrad
  • Knochenbernstein
  • Königsberg
  • Kopal

N

  • Naturbernstein

O

  • Ostseeschmuck

P

  • Palmnicken
  • Pressbernstein

R

  • Rohbernstein

S

  • Samland
  • Schaumbernstein
  • Siersbøl
  • Simetit
  • Succinit
Unsere Schwerpunkte

Unsere Schwerpunkte beim Bernsteinankauf

In norddeutschen Haushalten liegt mehr Bernstein als irgendwo sonst in Deutschland – meist geerbt, oft jahrzehntelang ungetragen. Wir sehen uns beides an: das einzelne Schmuckstück und den ganzen Bestand.

Bernstein­schmuck

Colliers, Broschen, Ringe und Arm­bänder, meist in Silber gefasst, häufig aus den 1930er bis 1970er Jahren.

Natur­bernstein

Rohe und geschliffene Stücke ohne Behandlung, oft aus alten Sammlungen mit Fund­angaben.

Inklusen

Eingeschlossene Insekten, Spinnen und Pflanzen­teile – das gesuchteste Gebiet überhaupt.

Schnitz­arbeiten

Figuren, Dosen, Reliefs und Rosen­kränze, teils aus dem 19. Jahr­hundert.

Antiker Bernstein

Arbeiten des 19. und frühen 20. Jahr­hunderts, auch beschädigt oder unvoll­ständig.

Sammlungen

Gewachsene Bestände mit Etiketten, Schub­laden­kästen und Literatur.

Was wir in Hamburg ankaufen

Bernstein wird oft unterschätzt, weil er sich leicht anfühlt und keine Punze trägt. Tatsächlich reicht die Spanne von Massen­ware bis zu Stücken, um die Sammler jahrelang werben. Deshalb sehen wir uns jedes Stück einzeln an.

Bitte nicht polieren und nicht reinigen

Bernstein ist weich – er hat nur zwei bis zweieinhalb auf der Härteskala. Alkohol, Parfüm, Handdesinfektion und Ultraschallbäder greifen die Oberfläche an, und eine gewachsene Patina lässt sich nicht zurückholen. Auch die verbreiteten Selbsttests schaden mehr, als sie nützen: Die heiße Nadel hinterlässt ein Loch, das für immer bleibt. Lassen Sie Verfärbungen und feine Krakelee­risse einfach, wie sie sind – wir sehen daran mehr, als Sie vermuten.

Was den Preis beeinflusst

Die erste Frage ist immer, ob Naturbernstein oder Pressbernstein vorliegt. Beim Pressen werden kleine Bruchstücke unter Hitze und Druck zu größeren Stücken verschmolzen – im Handel Ambroid genannt. Das ist nichts Unehrliches und war jahrzehntelang üblich, macht aber einen erheblichen Preisunterschied. Erkennbar ist es an Fließspuren, an Ketten kleiner Luftblasen und an einer auffällig gleichmäßigen Farbe.

Danach zählt die Farbe, und hier hat sich der Markt gedreht. Lange galt klarer Honigbernstein als das Schönste; heute erzielen die undurchsichtigen hellen Töne die besseren Preise – Butterscotch, Eierschale und der weiße Knochenbernstein. Der Grund liegt in der Nachfrage aus Asien, die den Markt seit Jahren prägt.

Bei Inklusen entscheidet nicht die Größe des Steins, sondern was darin steckt. Ein vollständiges, bestimmbares Insekt in klarem Umfeld ist ein Vielfaches dessen wert, was ein großes Stück mit undeutlichen Resten bringt. Alte Etiketten und Fundangaben erhöhen den Wert zusätzlich, weil sie die Herkunft belegen.

Wenn im Nachlass noch mehr Schmuck liegt

Bernstein liegt selten allein in der Schublade. Wo eine Bernsteinkette auftaucht, finden sich meist auch Schmuck, Silber oder Gold. Zeigen Sie uns ruhig alles auf einmal – wir bewerten den gesamten Bestand in einem Termin und machen Ihnen ein Angebot für alles zusammen.

So läuft es ab

Sie müssen nichts vorbereiten und zu nichts entschlossen sein. Viele lassen zunächst nur schätzen und entscheiden danach in Ruhe – das ist völlig üblich und kostet Sie keinen Cent.

1Fotos sendenAuch eines gegen das Licht2EinschätzungKostenlos und unverbindlich3AuszahlungBar oder per Überweisung

Häufige Fragen

Echter Bernstein fühlt sich warm an, ist sehr leicht und schwimmt in gesättigter Salzlösung auf. Verlässlich sind diese Hinweise aber nur zusammen, und Pressbernstein besteht sie ebenfalls. Bitte machen Sie keine Nadelprobe – sie hinterlässt dauerhaften Schaden. Wir prüfen im Laden zerstörungsfrei, das dauert wenige Minuten und kostet nichts.
Nein, aber er liegt deutlich unter Naturbernstein. Ambroid war jahrzehntelang völlig üblich, viele schöne Ketten der Nachkriegszeit bestehen daraus. Verkaufen lässt er sich weiterhin, nur eben in einer anderen Größenordnung. Wir sagen Ihnen offen, was vorliegt.
Weil sich die Nachfrage verschoben hat. Die undurchsichtigen hellen Sorten – Butterscotch, Eierschale, Knochenbernstein – sind vor allem in Asien stark gefragt, während klarer Honigbernstein reichlich vorhanden ist. Der Markt bewertet hier Seltenheit, nicht Schönheit.
Ja. Lose Perlen, Kettenreste, abgebrochene Anhänger und Reparaturschalen nehmen wir mit. Bitte sortieren Sie nichts aus und werfen Sie nichts weg – gerade in scheinbaren Restestücken finden sich manchmal die interessanteren Sorten.
Eine Inkluse ist ein Einschluss im Harz – meist ein Insekt, eine Spinne oder ein Pflanzenteil, das vor Millionen Jahren daran haften blieb. Halten Sie den Stein gegen eine Lampe und sehen Sie mit einer Lupe hinein. Wenn Sie etwas Dunkles mit Beinen oder Flügeln erkennen, lohnt sich das genaue Ansehen unbedingt.
Nein. Fehlende Verschlüsse, gerissene Fäden und beschädigte Fassungen sind kein Hindernis. Lassen Sie vor dem Verkauf bitte nichts neu auffädeln oder umarbeiten – eine unpassende Reparatur kostet oft mehr, als sie einbringt.
Fast durchweg von der Ostsee. Baltischer Bernstein aus dem Samland ist mit 40 bis 50 Millionen Jahren der älteste und häufigste Handelsbernstein. Vieles kam über Flucht und Vertreibung nach Norddeutschland, anderes wurde am Strand gefunden oder in Hamburg gekauft – die Stadt war lange ein Umschlagplatz dafür.
Sie können, müssen aber nicht. Unser Laden in der Papenhuder Straße 42 ist ohne Termin geöffnet. Bei größeren Beständen kommen wir kostenlos zu Ihnen nach Hause, in Hamburg und im Umland. Für eine erste Einschätzung genügen Fotos per WhatsApp.
Sofort. Nehmen Sie unser Angebot an, zahlen wir bar aus oder überweisen noch am selben Tag. Es gibt keine Kommission und keine Wartezeit, bis ein Käufer gefunden ist.

Zeigen Sie uns, was Sie haben

Ein Foto der Kette auf hellem Untergrund und, wenn möglich, eines gegen das Licht genügen für die erste Einordnung. Alles Weitere klären wir in Ruhe.