Gemälde Ankauf – vom signierten Original bis zur Sammlung
Ob Sie ein einzelnes Werk gezielt abgeben oder einen ganzen Bilderbestand auflösen: Wir sehen uns jede Arbeit an und sagen Ihnen offen, was sie wert ist – signiert oder nicht.
Welche Künstler wir ankaufen
Bei einem Gemälde ist der Name das, was bei einer Uhr die Marke ist: Er entscheidet über den Preis oft stärker als Format oder Zustand. Wir bewerten und kaufen unter anderem Arbeiten der folgenden Künstler und Schulen an – die Aufzählung ist nicht abschließend.
Alte Meister und 19. Jahrhundert
Niederländische und flämische Kleinmeister, italienische Barockmalerei, Biedermeier und Romantik. Gesicherte Zuschreibungen sind hier selten – wir prüfen Bildträger, Malgrund und Rückseite, bevor eine Aussage fällt.
Deutscher Impressionismus
Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt, Fritz von Uhde und Leo von König. Auch kleine Formate und Studien dieser Künstler werden regelmäßig gehandelt.
Expressionismus und Klassische Moderne
Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Max Pechstein, Otto Mueller, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky und Lyonel Feininger. Provenienz ist bei diesen Namen entscheidend.
Nachkriegsmoderne
Ernst Wilhelm Nay, Willi Baumeister, Fritz Winter, Emil Schumacher, K. O. Götz und HAP Grieshaber. Ein Markt, der sich in den letzten Jahren spürbar gefestigt hat.
Zeitgenössische Positionen
Gerhard Richter, Georg Baselitz, Markus Lüpertz, A. R. Penck, Günther Uecker, Anselm Kiefer und Neo Rauch. Galerienachweise und Ausstellungskataloge erhöhen den Wert deutlich.
Unleserlich oder ohne Signatur
Viele gute Bilder tragen keinen bekannten Namen. Qualität, Zeitstellung und Sujet entscheiden dann – wir bewerten solche Arbeiten genauso sorgfältig wie signierte.
Steht Ihr Künstler nicht dabei? Das heißt nichts. Die Liste nennt nur die Namen, nach denen uns am häufigsten gefragt wird – bewertet wird jedes Bild einzeln, signiert oder nicht. Schicken Sie uns ein Foto des Bildes und eines der Signatur, dann ordnen wir es ein.
Künstler von A bis Z
Nach diesen Namen wird uns am häufigsten gefragt, nach Nachnamen geordnet. Die Liste ist nicht abschließend – unsignierte Arbeiten bewerten wir genauso sorgfältig.
B
- Baselitz, Georg
- Baumeister, Willi
C
- Corinth, Lovis
F
- Feininger, Lyonel
G
- Götz, K. O.
- Grieshaber, HAP
H
- Heckel, Erich
J
- Jawlensky, Alexej von
K
- Kiefer, Anselm
- König, Leo von
L
- Liebermann, Max
- Lüpertz, Markus
M
- Mueller, Otto
- Münter, Gabriele
N
- Nay, Ernst Wilhelm
- Nolde, Emil
P
- Pechstein, Max
- Penck, A. R.
R
- Rauch, Neo
- Richter, Gerhard
S
- Schmidt-Rottluff, Karl
- Schumacher, Emil
- Slevogt, Max
U
- Uecker, Günther
- Uhde, Fritz von
W
- Winter, Fritz
Worauf wir uns beim Gemäldeankauf spezialisiert haben
Sie brauchen keinen Nachlass, um zu verkaufen. Ein einzelnes Bild, das nicht mehr passt, genügt – die Einschätzung ist in jedem Fall kostenlos.
Alte Meister & 19. Jahrhundert
Barock, Biedermeier, Romantik und Historismus. Bei alter Malerei entscheiden Zuschreibung, Bildträger und Zustand – wir ordnen ein, bevor Sie sich festlegen.
Klassische Moderne
Arbeiten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Expressionismus und die Zwischenkriegszeit. Provenienz und Rückseitenetiketten sind hier besonders wichtig.
Zeitgenössische Kunst
Arbeiten lebender und jüngst verstorbener Künstler, Galerienachweise und Ausstellungskataloge erhöhen den Wert deutlich.
Aquarelle & Zeichnungen
Handzeichnungen, Pastelle und Kohlearbeiten. Kleinformate werden häufig unterschätzt – gerade bei bekannten Namen.
Druckgrafik & Editionen
Radierungen, Lithografien und Siebdrucke, nummeriert und signiert. Auflagenhöhe und Blattzustand entscheiden.
Sammlungen & Bilderbestände
Gewachsene Sammlungen und ganze Wandbestände. Wir sichten vollständig und bewerten jede Arbeit einzeln.
Woran wir ein Bild messen
Signatur und Zuschreibung
Der Name entscheidet am stärksten über den Wert. Fotografieren Sie die Signatur groß – oft steht sie klein in einer unteren Ecke.
Technik
Öl auf Leinwand, Öl auf Holz, Aquarell, Radierung oder Druck. Ein Druck ist kein wertloses Bild, wird aber anders bewertet als ein Original.
Rückseite und Provenienz
Etiketten von Galerien, Auktionshäusern und Rahmern, Nachlassstempel und alte Aufkleber sind oft aufschlussreicher als die Vorderseite.
Zustand
Craquelé, Risse oder Feuchtigkeitsränder mindern den Wert, machen ein Bild aber selten wertlos. Bitte nichts selbst reinigen.
So läuft der Verkauf ab
- Fotos sendenBild, Signatur, Rückseite
- Einordnungmeist am selben Werktag
- Begutachtungim Laden oder bei Ihnen
Kleinere Arbeiten können Sie versichert einsenden. Bei großformatigen Gemälden oder ganzen Beständen kommen wir nach Absprache zu Ihnen – auch über Berlin und Hamburg hinaus.
Drei Fotos genügen für den Anfang
- Das ganze Bild, frontal und ohne Blitz
- Die Signatur als Nahaufnahme
- Die Rückseite mit allen Etiketten und Stempeln
- Bei Rahmen unter Glas: leicht schräg gegen Spiegelung
Alter Firnis lässt sich mit Hausmitteln nicht abnehmen, ohne die Malschicht anzugreifen – das ist der häufigste vermeidbare Schaden. Lassen Sie auch den Rahmen dran: alte Originalrahmen haben eigenen Wert.
Original, Druck oder Reproduktion?
Die häufigste Frage überhaupt – und sie lässt sich zu Hause schon halbwegs beantworten. Halten Sie das Bild schräg ins Licht: Ein Ölgemälde zeigt Pinselstruktur, die das Licht unterschiedlich bricht. Ein Druck bleibt gleichmäßig glatt.
Mit einer Lupe wird es eindeutiger. Offset- und Rasterdrucke zeigen ein regelmäßiges Punktmuster, das sich über die ganze Fläche gleich wiederholt. Handmalerei kennt kein Raster. Vorsicht bei sogenannten Öldrucken: Dort ist eine Leinwandstruktur aufgeprägt, die ein Gemälde imitiert – sie folgt aber nicht dem Motiv, sondern läuft stur durch.
Ein Druck ist übrigens nicht automatisch wertlos. Signierte und nummerierte Radierungen, Lithografien und Siebdrucke bekannter Künstler sind eigenständige Kunstwerke mit eigenem Markt. Entscheidend sind Auflagenhöhe, Signatur und Blattzustand.
- Schräglicht: Struktur oder glatte Fläche?
- Lupe: regelmäßiges Punktraster deutet auf Druck
- Öldruck: aufgeprägte Struktur folgt nicht dem Motiv
- Blattrand und Plattenrand bei Grafik beachten
- Nummerierung wie 12/50 weist auf eine Edition
- Bleistiftsignatur unter der Darstellung prüfen
Nicht nur Gemälde
Aus Sammlungen und Nachlässen kommt selten nur Malerei. Bronzen, Grafik und russische Kunst sehen wir uns im selben Termin an und bewerten jede Gruppe getrennt.
Erst nachlesen, dann fragen
Sie möchten zuerst selbst nachsehen, von wem das Bild stammt? Unser Ratgeber erklärt Signaturen, Etiketten und den Lupentest, mit dem sich Malerei von Druck trennen lässt.
Häufige Fragen
Ich möchte ein signiertes Werk verkaufen. Wie gehen Sie vor?
Wir ordnen zuerst Künstler, Entstehungszeit und Technik ein und prüfen die Provenienz über Rückseite und Unterlagen. Danach nennen wir Ihnen eine Spanne und, nach der Begutachtung im Original, einen konkreten Preis. Galerie- oder Auktionsnachweise bringen Sie gern mit.
Mein Bild ist nicht signiert. Lohnt sich das trotzdem?
Oft ja. Qualität, Malweise, Bildträger und Rahmen erlauben häufig eine zeitliche und regionale Einordnung, auch ohne Namen.
Kaufen Sie auch Druckgrafik und Editionen?
Ja. Bei nummerierten und signierten Blättern entscheiden Auflagenhöhe, Blattzustand und Drucker. Bitte Blätter nicht beschneiden und nicht neu aufziehen lassen.
Kaufen Sie auch den Rahmen?
Der Rahmen wird getrennt betrachtet. Alte, originale Rahmen haben durchaus eigenen Wert – werfen Sie also nichts weg, auch wenn er beschädigt ist.
Wie läuft es bei einer ganzen Sammlung?
Wir sichten vollständig und bewerten jede Arbeit einzeln, nicht pauschal. Bei größeren Beständen kommen wir zu Ihnen – das ist auch für Sie einfacher, als alles zu transportieren.
Ist ein Druck automatisch wertlos?
Nein. Signierte und nummerierte Radierungen, Lithografien und Siebdrucke sind eigenständige Kunstwerke mit eigenem Markt. Entscheidend sind Künstler, Auflagenhöhe, Blattzustand und ob die Signatur original in Bleistift gesetzt ist. Wertlos sind lediglich späte Massenreproduktionen ohne Bezug zum Künstler.
Wie lagere ich Bilder bis zum Termin richtig?
Aufrecht stehend, nicht liegend stapeln, und mit Abstand zur Außenwand. Vermeiden Sie Keller und Dachboden – Feuchtigkeit und Temperaturwechsel schaden Leinwand und Papier mehr als Jahrzehnte an der Wand. Papierarbeiten lagern flach und dunkel.
Was ist eine Provenienz und warum fragen Sie danach?
Die Provenienz ist die Herkunfts- und Besitzgeschichte eines Werks. Sie belegt, woher ein Bild stammt und wem es gehörte. Bei Arbeiten aus der Zeit vor 1945 ist das nicht nur wertbildend, sondern auch rechtlich bedeutsam. Alles, was Sie an Unterlagen haben – Rechnungen, Briefe, Fotos an der Wand – hilft.
Können Sie ein Bild auch nur schätzen, ohne dass ich verkaufe?
Ja. Viele lassen zunächst nur einordnen, etwa für eine Erbteilung oder eine Versicherung. Die erste Einschätzung nach Fotos ist kostenlos. Für eine schriftliche Wertermittlung sprechen Sie uns an – das ist eine eigene Leistung.
Schicken Sie uns drei Fotos
Bild, Signatur, Rückseite – damit kommen wir fast immer weiter. Kostenlos und unverbindlich.
